Burnout

Burnout.

Einige von euch wissen es bereits, andere haben es „nur“ vermutet und noch andere dachten sich unheimlich intelligente Geschichten über mich aus. So ist das nun mal, wenn man plötzlich einknickt und die Leute hinter die Fassade gucken können. Ich verstehe es ja sogar, dass man es mir nicht sofort glaubt, beziehungsweise zugemutet hat, dass hinter meinem Grinsen vielleicht auch was anderes steckt..

Mein innerer Monk

Ich selbst habe nicht bewusst der Welt vorgespielt, dass ich glücklich sei, ich habe auch nicht bewusst mein Innerstes verstutscht. Ich kannte und konnte nur nicht anders. Auch wenn ich jemand bin der offen und ehrlich über sich und seine Gedanken sprechen kann, hatte ich Schwierigkeiten mir meine Überbelastung einzugestehen. Mein innerer Monk hat mir dies eingebrockt. Er hindert mich daran, in dem er die „immer gut gelaunte Sandy“ öffentlich macht und nur herauskommt, wenn ich mich sicher fühle. Da mir mein innerer Monk aber achttrillionen Ängste einredet und somit mein blödes Gedanken Karussell anschubst, fühl ich mich selten sicher.

Ich habe euch in meinen letzten Artikeln bereits versucht mein Gedanken Karussell näher zu bringen und sprach auch schon von Hochsensibilität. Davor erzählte ich euch auch schon von meinem Ausraster, der das ganze Burnout-Rad erst ins laufen brachte. Heute geht es aber primär um den Burnout. Was er ist, wie ich ihn merkte und was ich unternahm, um daraus zu kommen.

 

Burnout

Wikipedia sagt:

Mit Burnout-Syndrom oder Burn-out (engl. burn out ‚ausbrennen‘) wird ein Zustand bezeichnet, der von psychischer und physischer Erschöpfung gekennzeichnet ist. In medizinischen Lexika ist beschrieben, dass Burnout mit emotionaler Erschöpfung und dem Gefühl von Überforderung, reduzierter Leistungszufriedenheit und evtl. Depersonalisation infolge Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität einhergehe, und dass Burnout der Endzustand eines Prozesses von idealistischer Begeisterung über Desillusionierung, Frustration und Apathie sei.

Burnout durch Hochsensibilität

Durch mein derzeitigen Burnout – was gewissermaßen eine Art Bestätigung für meine Hochsensibilität ist – empfinde ich all diese Gefühle und Gedanken, die ich im letzten Beitrag schon schrieb, wieder stärker. Dies hat mich im letzten Jahr so enorm belastet das es mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Das letzte Jahr hatte es gefühlstechnisch in sich. Anfang des Jahres starb meine Oma und nach den Sommerferien wurde mein Großer eingeschult. Was für den einen normale Ereignisse sind, waren für mich – wie sich herausstellte – Auslöser. Auslöser die mein Gedankenkarrussel ölten und auf „volle Möhre“ stellte.

Das sich da etwas anbahnte fühlte ich bereits schon über ein halbes Jahr vorher. Im Job übernahm ich wieder mehr Pflichten, zu hause war ich allein für den Haushalt verantwortlich und den Kindern wollte ich einfach alle Wünsche ermöglichen. Doch wo bleibt da Zeit für MICH? Zeit zum runter kommen? Alle Gefühle die sich anstauten verdrängte ich, packte sie irgendwo in die hinterste Ecke und hoffte, dass sie sich selbst auflösen.

Auslöser

Doch dann kamen die Auslöser und plötzlich wurde diese dunkle Ecke beleuchtet. Dann der nächste und man konnte schon von weitem sehen das sich da etwas versteckt. Es brauchte nur noch ein minimini klitze kleines Bisschen mehr „Licht“ und dann würde es direkt vor mir liegen.

Dieses minimini bisschen kam an einem x-beliebigen Tag. Morgens suchte ich schon verzeifelt mein Portemonnaie, dann brachte ich den Großen in die Schule, da fiel ihm auf, dass wir seinen Turnbeutel vergessen hatten. Solch kleine Dinge bringen ihn völlig aus der Reihe und verunsichern ihn (und mich). Da er ja eh noch Probleme morgens beim Abgeben ( und Loslassen..)  hat, bin ich um jeden Tag froh, an dem ich ihn mit einem strahlenden Gesicht verabschieden kann.

Also brachte ich schnell noch die Lütte in die KiTa, die an diesem Tag deutlich anhänglicher war als sonst und fuhr dann nochmal schnell nach Hause, um den Turnbeutel zu holen. Ich schaffte es tatsächlich püktlich zur Sportstunde, gab den Beutel ab und stieg dann wieder in mein Auto. Als ich dann wieder los fuhr,  bog ich nicht wie sonst in die Straße die mich zur Arbeit führt. Ich fuhr, völlig automatisch, nach Hause. Das wurde mir erst zu hause richtig bewusst.

Ich parkte, schließ die Tür auf und ging rein.

Ich starrte in den Flur und Tränen flossen über meine Wangen. Als ich kurz auf die Uhr schaute, mehr zufällig, erinnerte es mich an meine Arbeit und ich rief dort an um mich krank zu melden. Das war befreiend. Alle Sachen erledigt. Kinder weggebracht, von der Arbeit abgemeldet und.. und jetzt?

Ein Gefühl der Verzweiflung, gemischt mit Überforderung und tiefer Trauer übermannte mich und ließ mich zu Boden gehen. Ich schrie und weinte über eine Stunde lang. Als ich mich wieder gefasst hatte stand für mich fest, dass ich zu meinem Hausarzt gehen muss. Das ich etwas ändern muss und das es so nicht weiter geht.

Ich kann nicht mehr!

Mein Hausarzt war erschrocken und mindestens genauso überrascht wie mein Umfeld. Und auch ich. Ja ich selbst war genauso überrascht. Hätte ich es nicht merken müssen? Wie kann ich es zulassen, das ich jetzt plötzlich einknicke? Bin ich doch nicht so stark wie ich dachte? Was passiert mit mir?

Ich besuchte zu dem Zeitpunkt schon seit einigen Wochen den abendlichen Kurs „Starke Eltern, starke Kinder“, da mir klar war, das irgendetwas schief läuft. Ich war/bin sehr angespannt, schnell motzig zu den Kids und fühle mich durch Nichtikeiten und den normalen Alltag völlig überfordert.

Am Anfang letzten Jahres hatte ich mich genau aus diesen Gründen schonmal neurologisch durchchecken lassen. Ich hatte oft Kopfschmerzen, Augenzucken und Ohrgeräusche. Doch körperlich war alles ok, die Neurologin damals riet mir aber bereits, besser auf mich zu achten. Mit dem typischen „Ja, ja!“ hakte ich das ab und ging etwas struckturierter in meinen Alltag. Das war super, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es meiner Oma deutlich schlechter ging. Das Eine führte zum Anderen und ganz allmählich atete das Ganze im seelischen Chaos aus. Es war natürlich alles nur eine Frage der Zeit, bis DIESER Moment kommt.

Wo bin ich?

Ich habe mich verloren und versuche nun wieder ICH zu werden. Zum Glück erhielt ich den Tipp mich an die Erziehungsberatungsstelle hier in Hamburg zu wenden. Dort arbeiten Psychotherapeuten und noch viele professionelle Helferlein mehr, die extra für uns Eltern da sind. Kostenlos, ohne jeglichen Krankenkassenaufwand oder sonst irgendwelchen lästigen Papierkram.

Ich raffte mich auf und ging zur Akut-Sprechstunde. Der Empfang war so herzlich und ich fühlte mich sofort verstanden! Kein schiefes Ansehen a la „da übertreibt sie aber“ oder „na die stellt sich ja vielleicht an!“. Nein, es wurde mir einfach nur zugehört. Aufmerksam und Aufrichtig. Ich muss gestehen das mir jetzt grade Tränen über die Wangen kullern, da ich mich sehr gut an dieses Gefühl erinnern kann. Diese Erleichterung nicht verurteilt zu werden, sondern einfach nur ernstgenommen zu werden, tat sooooooo unendlich gut.

Ich bin wirklich sehr dankbar, dass unsere Stadt so etwas anbietet. Zumal mir damals die Neurologin bereits zur Psychotherapie-Stunden riet. Nur war nirgends ein Platz zeitnah frei!  Ich telefonierte damals vier Wochen lang sämtliche Psychotherapeuten in meiner Nähe ab, sprach unzähligen auf den AB, aber ich bekam nirgends einen Platz. Ja, vielleicht hätte es anders ausgesehen, hätte ich damals schon Hilfe bekommen. Vielleicht wäre es nicht zu dem Burnout gekommen.. Hätte, Hätte, wenn und aber. Tja, daher DANKE HAMBURG!

Psychotherapie

Als ich also bei dieser Akut-Sprechstunde meine Situation erzählte, wurde ich in die Kartei aufgenommen und ich sollte in wenigen Tagen einen Anruf erhalten, in dem mir dann mitgeteilt wird mit wem ich meine erste Sitzung haben werde. Dies wird nämlich nachdem Erstgespräch intern geklärt, da jeder so seine Spezialgebiete hat.

Neuer Termin, neue Person hieß es dann für mich. Wieder den Mut aufbringen und anfangen zu erzählen. Was auch mich anfangs Überwindung kostete, ist jetzt jedes mal ein Highlight in meiner Woche. Meine Therapeutin ist so unfassbar gut, dass ich wirklich aus jeder Sitzung gestärkt rausgehe.

Wie ist das denn so?

Wie das denn so sei, bei einer Therapeutin, werde ich oft gefragt. Die meisten gehen da immer noch sehr skeptisch ran und können sich nur wenig drunter vorstellen. Es ist halt wie bei einer Freundin, mit der man quatscht. Ich erzähle offen und ehrlich was mich stört, mir angst macht, womit ich nicht klar komm und was ich sonst so denke und sie, sie hört in erster Linie zu. Völlig unvoreingenommen, völlig objektiv. Meine Therapeutin sieht Dinge, die mir halt selbst nicht sofort auffallen. „Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“ passt da grade hervorragend als „Erklärung“ zu.

Wo deine Freundin ihre Meinung rauspreschen würde, hält die Therapeutin inne. Sie achtet auf deine Körpersprache, auf das WAS du genau sagst und gibt dir Anreize, beziehungsweise nennt Situationen die man dann selbst hinterfragt. Man reflektiert sein Verhalten. Mir fällt dies zum Glück sehr leicht und deswegen kann ich wirklich nach jeder Sitzung ein Puzzleteil mehr mit nach hause nehmen, was mir hilft mein ICH zu verstehen. Natürlich geht es nicht jedem so, aber selbst wenn nur jedes zweite oder dritte mal ein Stückchen mehr „ICH“ mit nach hause genommen werden kann, ist es doch schon super!

Und ja, es gab und gibt auch Momente in den Gesprächen, die einen sehr.. sehr verletzten? / nachdenklich machen? Mir fällt da kaum eine gute Beschreibung ein. Das ein oder andere Mal ging ich traurig nach Hause. Nicht weil die Therapeutin mir dieses Gefühl gab, sonder vielmehr weil ich gewisse Verhaltensmuster sah und verstand und Gefühle von Damals hochkamen. Situation die ich schon längst dachte vergessen zu haben tauchten plötzlich wieder auf und du siehst sie dann mit einer Klarheit, die dir selbst Angst macht.

Denn vieles von meinem Verhalten habe ich zum Beispiel von meiner Mutter übernommen und wenn mir wieder einmal bewusst wird, was da – ungewollt – schief lief, denk ich mit Sorgen an meine Kinder. Ich hoffe das ich nicht solche „Fehler“ mache, die meine Kinder später so fühlen lassen.

Mir ist ganz wichtig, dass ich hier nicht meiner Mutter Schuld gebe, an meinem Burnout. Das mag grade vielleicht so rüber kommen. Das ist es nämlich nicht. Daran ist keiner Schuld, wenn überhaupt bin ich es, durch meine Hochsensibilität, mein innerer Monk. Der mich viel zu viel fühlen und denken lässt. Deswegen sehe ich die Hochsensibilität auch definitiv eher als Fluch an.

Warum genau und wie sich diese Hochsensibilität bei mir genauer äußert, versuch ich gerne im nächsten Post zu erläutern. Vorher wird es aber erstmal noch um die Hochsensibilität meines Sohnes gehen.

Ich danke euch für’s lesen und zuhören. Ihr seid wie meine Mini-Therapeuten und ich danke euch für eure lieben Kommentare und Nachrichten, die mich seit dem letzten Artikel bereits erreicht haben!

Danke!

Liebste Grüße,

Sandy

 

Wir Eltern haben so viel mehr Einfluss auf das seelische Wohlbefinden unserer Kinder, als wir uns vorstellen können.

Vergesst das nicht!

 

 

31 Gedanken zu „Burnout

  • Februar 6, 2017 um 10:07
    Permalink

    Liebe Sandy, super dass es diese Beratungsstellen gibt. Das wurde uns auch in der Mutter-Kind-Kur empfohlen und viele müssen nach diesen Beratungen, die oft von genauso ausgebildeten Therapeuten gemacht werden garnicht mehr den steinigen Weg gehen, einen richtigen Therapie-Platz zu finden. Die Mutter ist in den meisten Familien der Motor und der muss gewartet werden: Nicht mehr hochtourig fahren, rechtzeitig den Motor ausschalten: Stressabbau. Dazu eben auch die Muster finden, die aus unserer eigenen Kindheit in uns sind und aufarbeiten. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei. Liebe Grüße, Ella

    Antwort
    • Februar 6, 2017 um 10:39
      Permalink

      Danke für deine lieben Worte!
      Du triffst es auf den Punkt! Genau so ist es!
      Ich bin und bleibe optimistisch! Danke!

      Antwort
  • Februar 6, 2017 um 12:28
    Permalink

    Hi Sandy,

    Mann, ich verstehe dich so gut. Auch bei mir war es so, dass ich plötzlich eingeknickt bin.
    Und dann erstmal eine Stunde weinen, genauso war es in meinem „Moment“ auch.

    Bei mir ist das jetzt ein paar Jahre her und ich kann heute sagen, dass ich gesund bin, ja sogar viel motivierter und lebensfroher als vor dem Burnout.

    Ich wollte dir damit sagen, dass es nach dem Burnout durchaus besser sein kann als vorher.

    Ich habe es geschafft und du wirst es auch schaffen! 😀

    LG aus Salzburg
    Stefan

    Antwort
    • Februar 6, 2017 um 15:08
      Permalink

      Lieber Stefan,
      ich danke dir!!!! Das tut sooooooooooooo gut zu hören/lesen und pusht mich um so mehr!
      Ganz lieben Dank!

      Antwort
  • Februar 6, 2017 um 13:38
    Permalink

    Liebe Sandy,
    danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Sie macht Mut. Seit fünf Jahren hadere ich, denn ich sollte auch Hilfe in Anspruch nehmen. Ich bin aber noch nicht bereit dazu, wegen der ganzen Vorurteile. Und der Angst. Und überhaupt…
    Schön, dass dir nun geholfen wird und zwar richtig. Ist ja auch keine Selbstverständlichkeit.
    Liebe Grüße und ganz viel positiver Erfahrungen
    Babsi

    Antwort
    • Februar 6, 2017 um 15:11
      Permalink

      Liebe Babsi, danke das DU so ehrlich und offen bist!
      Ich kann dir diesen Schritt wirklich nur empfehlen.
      Diese blöden Vorurteile machen es einem nicht leicht, das stimmt,
      dennoch geht die Gesundheit vor. So banal es sich auch anhört!
      Liebe Grüße und eine riesen Portion Mut und Tatendrang für dich <3

      Antwort
  • Februar 6, 2017 um 18:21
    Permalink

    Liebe Sandy, erstmal Hut ab! Was du alles durchgemacht hast, wie mutig und stark du bist… Danke, dass du so offen darüber schreibst. Es gibt bestimmt viele, die ähnliche Probleme haben und nach einer Lösung suchen! Du zeigst ihnen den richtigen Weg!

    Antwort
  • Februar 6, 2017 um 22:15
    Permalink

    Liebe Sandy,

    ich danke Dir für Deine Offenheit und diesen wertvollen und wichtigen Beitrag.

    Es ist gut, dass Du die Reißleine gezogen hast und Dir Hilfe gesucht hast. Burnout ist eine Krankheit, die unsere Leistungsgesellschaft hervor gebracht hat.

    Ich war vor zweieinhalb Jahren auch an so einem Punkt. Mein damaliger Job war gut, aber hat mich trotzdem totunglücklich gemacht und wurde dadurch zur totalen Belastung für mich. Ich stieg eines Morgens in die Bahn auf dem Weg zur Arbeit und landete kurze Zeit später mit dem Krankenwagen in der Uniklinik und dem Verdacht auf einen Schlaganfall. Alles ausgelöst durch Stress, wie sich dann heraus stellte. Seitdem habe ich immer wieder mal mit Migräne zu kämpfen.
    Aber das wichtigste war, dass ich damals meine berufliche Situation umkrempelte.

    Ich wünsche Dir alles alles Liebe
    Katharina

    Antwort
    • Februar 7, 2017 um 22:51
      Permalink

      Ganz lieben Dank für deine Worte Katharina!
      Es tut so gut zu lesen, wer schon alles aus diesem Burnout-Sumpf heraus gefunden hat!
      Das macht mir ebenso Mut!
      Eigentlich verrückt wie sehr der Körper uns warnen kann, damit man nicht komplett ausser Kontrolle gerät.
      Ich bin grade sehr stark am umkrempeln und gucke daher absolut optimistisch nach Vorne!
      Danke & allerliebste Grüße,
      Sandy

      Antwort
  • Februar 6, 2017 um 23:56
    Permalink

    Liebes Du bist so unglaublich stark und mutig. Ich sende Dir Kraft und Liebe und ganz bald eine reale Umarmung.

    Kisses
    JesS

    Antwort
    • Februar 7, 2017 um 22:48
      Permalink

      <3 DANKE! <3

      Antwort
  • Februar 7, 2017 um 9:33
    Permalink

    Danke für deinen Mut und deine Offenheit! Ich finde es so wichtig, darüber zu sprechen, eben weil es jedem passieren kann. Ich kenne Burnout auch von früher, prä – Kinder – Zeit, und ich hatte massive psychosomatische Probleme davon und leider keinen guten Therapeuten, irgendwann bin ich da raus gekommen, hat aber gedauert leider.

    Liebe Grüße, Frida

    Antwort
    • Februar 7, 2017 um 22:03
      Permalink

      Ich danke DIR!
      Es macht Mut zu lesen das man mit so etwas nicht alleine da steht und vor allem: Das man es daraus schaffen kann!!

      Ich drück dich!!!

      Antwort
  • Februar 7, 2017 um 9:48
    Permalink

    Ich kann dich so gut verstehen. Vor einer Weile hatte ich auch Burnout-Gefühle und habe heftig dagegen angekämpft. Ganz gut geht es mir zwar noch immer nicht, aber ich habe so langsam das Gefühl, dass ich mein Leben in den Griff bekomme und auch mit Stress-Situationen umgehen kann. Alles Gute dir!

    Antwort
    • Februar 7, 2017 um 22:01
      Permalink

      Pass gut auf dich auf! :o)
      Danke!

      Antwort
  • Februar 7, 2017 um 9:49
    Permalink

    Respekt, dass Du Dich so mutig öffnest!  Und damit sicherlich vielen Lesern Mut machst!
    Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen weiteren Weg!
    Viele liebe Grüße
    Jana

    Antwort
    • Februar 7, 2017 um 22:01
      Permalink

      Ganz lieben Dank!!! :o)

      Antwort
  • Februar 7, 2017 um 19:35
    Permalink

    Meine Liebe Sandy,
    ich bin kein Freund von dem Wort Burnout-Für mich ist es ein Ausbruch einer versteckten Depression und wenn man es in der Psychotherapie betrachtet- ist es das ja auch. Ein Trigger/Auslöser hat einen Nervenzusammenbruch hervorgerufen.
    Meiner war im Jahr 2011-ich wurde einfach ohnmächtig im Zug. Ich hatte schon wochenlang Schwindelgefühle und Tinnitus. War in Behandlung-bekam Infusionen und dann kam die Ohnmacht. Ich weinte einen Tag und konnte nicht mehr aufhören und wusste genau wie Du, jetzt muss ich mir Hilfe suchen. Leider heute 6 Jahre später(ich bekam erst 8Monate später einen Platz bei einer Therapeutin), gehts mir besser aber die Depressionen und all die damit verbundenen Fehlfunktionen in meinem Gehirn sind natürlich immer noch da und deshalb meide ich das Wort Burnout-ausgebrannt ist jeder Mal aber was Dir passiert ist und vielen weiteren Patienten-ist etwas anderes.

    Viele nutzen das Wort Burnout für eine schwierige Phase, die 2 Wochen geht aber Patienten wie wir es sind, haben es dann schwer, wenn Sie tatsächlich einen schweren Burnout haben aber nicht ernst genommen werden. 2010-2011 war die Hochsaison für Burnout und ich hatte es unglaublich schwer mit der Krankenkasse, da Sie mir unterstellten, ich will nur nicht mehr arbeiten. So ging es sehr vielen, mit denen ich in Kontakt kam.

    Ich finde es fantastisch das ihr so eine Anlaufstelle habt und vor Allem, dass es Dir schon besser geht und Du nach Vorne schauen kannst, eine tolle Therapeutin gefunden hast(meine war nicht so toll)und das Du es öffentlich machst, denn Du zeigst wie es abläuft und hilfst damit schon ungemein und dafür möchte ich dich knutschen.
    Du bist stark, weich, liebevoll und Du nimmst Dich wahr und gibst vielen Anderen virtuell eine Hand zum halten.
    Ich drücke Dich ganz fest
    Deine Dani

    Antwort
    • Februar 7, 2017 um 21:57
      Permalink

      Liebe Dani, ich danke dir für deine tollen und lieben Worte. Du hast absolut Recht. Ich nutze dieses Wort ungern und würde lieber die Diagnose auf meinem AU Schein nutzen, allerdings ist das zu lang für einen Titel ;o)
      Ich bin froh und unendlich Dankbar Hilfe gefunden zu haben und auch über die Unterstützung meines Mannes. Was auch nicht selbstverständlich ist.
      Ich möchte meine Gedanken am liebsten heraus schreien, denn durch dieses naive nutzen des Wortes Burnout verkommt es zu einem „das hat jeder mal, stell dich nicht so an“ und da fängt der ganze Mist ja erst richtig an. Genau durch diese Vorurteile fällt es den Betroffenen schwer sich Hilfe zu suchen.
      Was ich bereits für Mails bekam ist unfassbar… Dieses Feedback zu bekommen bedeutet mir viel. Auch und grade von lieben Bloggerkollegen die ähnliches durchgemacht haben!
      Ich hoffe so sehr das wir uns dieses Jahr mal in „echt“ begegnen :o)
      Dann kann ich dich niederdrücken und knutschen und überhaupt!
      Danke!!!
      Allerliebste Grüße <3

      Antwort
  • Februar 7, 2017 um 21:38
    Permalink

    Hallo liebe Sandy,

    ich kenne das Gefühl zu gut. Mir ging es damals nicht anders. Ein Drama führte zum Nächsten, keine Pausen, zu viel Arbeit und schwupps hatte ich ein fettes Burn-Out mit Depris und Panikattacken. Ich muss noch heute gut auf mich achten. Mir haben die Therapie-Sitzungen auch sehr geholfen. Es war anstrengend alles zu bearbeiten, mental. Aber es hat sich gelohnt. Seit dem habe ich einen Leitsatz: Nur ein Termin pro Tag und einmal pro Tag mindestens 5 Minuten bewusst entspannen und etwas Schönes machen. Das hilft mir wirklich sehr.

    Ich finde es wirklich stark von dir, dass du dir direkt Hilfe gesucht hast. Du bist eine starke Frau! Es gehört nämlich einiges dazu, sich einzugestehen, dass es nicht mehr allein klappt. Weiter so!

    Liebste Grüße und weiterhin viel Erfolg,

    Sarah

    Antwort
    • Februar 7, 2017 um 21:59
      Permalink

      Das ist ein super Tipp! Genau SO strukturiert versuch ich nun immer an den Tag zu gehen. Wie schwer so etwas „normales“ sein kann ist immernoch überraschend für mich. Es tut aber unheimlich gut von dir und anderen betroffenen so ein tolles Feedback zu bekommen! Danke dafür! :o)
      Liebste Grüße und dir auch weiterhin viel Erfolg!

      Antwort
  • Februar 9, 2017 um 14:53
    Permalink

    Hey meine Liebe! Vieles von dem, was Du hier erzählst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich hatte zwar kein Burnout, aber ich glaube, ich stand kurz davor. Die letzten Monate waren einfach furchtbar anstrengend. Wir haben auch den Weg zur Beratungsstelle gesucht, ein guter Rat. Bei Zeiten werde auch ich darüber schreiben. Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du bald wieder zu Dir selbst findest! Alles Liebe! Nadine

    Antwort
  • Februar 10, 2017 um 21:46
    Permalink

    Ich finde es so toll & mutig, dass du darüber schreibst. Das wird auch vielen anderen Kraft geben. Ich wünsche dir alles Gute & ganz viel Kraft weiterhin! <3

    Antwort
  • Februar 13, 2017 um 13:23
    Permalink

    Liebe Sandy, wir Mütter sollten viel besser auf uns aufpassen. Wie oft sagt man sich, dass es normal ist, dass man immer müde ist, keine Kraft mehr hat und in vielen Situationen einfach nur noch funktioniert und sonst nichts mehr. Es ist toll, dass du dir Hilfe geholt hast und ich wünsche dir, dass du bald wieder mit mehr Genuss durch dein Leben gehen kannst. Liebe Grüße, Christiane

    Antwort
    • Februar 13, 2017 um 16:42
      Permalink

      Du hast so Recht..
      Es geht langsam bergauf und ich finde es ebenso wichtig offen darüber zu sprechen, da es von viel zu vielen noch belächelt wird als „Mode-Erkranung“ o.ä. 🙂

      Antwort
  • Februar 13, 2017 um 14:45
    Permalink

    Ein Thema was auch mich sehr stark beschäftigt hat die letzten Woche und Monate. Seit dem Tod meines Schwiegerpapas geht es meinem Mann immer schlechter. Selbstständig und immer unter Strom, dann dieser Schicksalsschlag. Er stand auch kurz vorm Burnout und hat soeben noch die Kurve bekommen. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und kann wirklich nur sagen, dass es genau der Richtige Weg ist darüber zu sprechen!

    LG Daniela

    Antwort
    • Februar 13, 2017 um 16:43
      Permalink

      Liebe Daniela, ich frejue mich zu lesen das dein Mann grade nochmal die Kurve bekommen hat! Dennoch schwingt mein Zeigefinger aus, denn auch wenn man grade dran vorbei geschliddert ist, heißt es nicht das man da nicht wieder hinkommen kann. Kurz: Passt auf euch auf! <3 Liebste Grüße und danke für deine Worte!

      Antwort
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