Der Weg aus dem Burnout – Teil 1

Der Weg aus dem Burnout – Teil 1

Der Weg aus MEINEM Burnout müsste es richtig heißen, denn ich kann nur von mir selbst reden. Jeder Mensch ist anders und somit empfindet auch jeder anders! Entspannung kann für den einen eine Massage und Maniküre bedeuten, für den anderen jedoch ist es der Spaziergang im Wald, oder das Buch auf der Couch. Denn was dem einen hilft, muss nicht von gleicher Bedeutung für den anderen sein. Egal was, egal wie, das wichtigste an alle dem ist, das DU weißt was gut für DICH ist.

#tudiretwasgutes

Mehr als nur ein Hashtag der lieben Natalia von simplylovelychaos . Das Thema Burnout kennt Natalia leider ebenso wie ich. Genau aus diesem Grund, hat sie eine kleine Blogparade ins Leben gerufen, bei der ich von Herzen gerne mit mache. Gerade weil das Thema Burnout wie eine Art Pseudo-Modeerkrankung behandelt wird, ist es wichtig darüber zu sprechen und zu zeigen, dass es hier um mehr geht, als nur eine „schlechte Phase“.

In einer Welt voller Stress, Druck und dem Hang zum „ich muss besser sein als du!“ vergessen wir vor allem eins.

UNS SELBST!

Was sich so banal anhört, ist alles andere als das. Denn statt auf uns und unserem Körper zu hören, machen wir einfach weiter und schöpfen unsere Kraftreserven bis zum letzten Tropfen aus. Das so etwas auf Dauer nicht gut gehen kann, klingt logisch, sieht man aber ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr. Tja, und dann haben wir den Salat. Zack steckst du mittendrin in einer Kriese und im blödesten Fall wird aus dieser Kriese ein richtiger Nervenzusammenbruch und fertig ist Tag 1 des Burnouts.

Wenn ich eins gelernt hab in der Zeit „danach“ und in meiner Therapie, dann ist es, besser auf MICH selbst zu achten. Auch für den Fall, dass ich mich nun wiederhole: Sowas ist immer leichter gesagt, als getan. Das wissen wir alle, denke ich.

Zeit nehmen

Das Gute an Blogparaden wie #tudiretewasgutes, man nimmt sich bereits beim Schreiben einmal Zeit, darüber genauer nachzudenken und dann, tja.. dann fällt dir plötzlich auf, dass du gar nicht so schnell 5 Dinge nennen kannst, die dir gut tun. Also sitzt du da und merkst erstmal, dass du bereits eine lange Zeit nichts Gutes mehr für dich getan hast, beziehungsweise das du viel mehr (!) machen könntest. Denn nicht immer muss man gleich 5 Tage am Stück in ein Wellneshotel, oder komplett wegfliegen um sich zu entspannen. Es sind oft genau die Dinge, die man auch gut in den Alltag integrieren kann. Immerhin ist es unser Alltag, der uns in den Wahnsinn treibt, also muss man doch auch genau da mal die Handbremse ziehen.

Dafür ist allerdings auch noch etwas anderes nötig. Der Moment, in dem man merkt das es „zu viel“ wird. Heißt, ich muss auch in der Lage sein, erkennen zu können wann ich eine Pause brauche! Unser Körper ist ein Wunderwerk, denn er zeigt uns eigentlich ganz genau wann solche Pausen nötig sind. Bei dem einen mit Kopfschmerzen, bei dem anderen mit kleinen bis großen Stimmungsschwankungen und und und. In meiner Therapie damals, habe ich gelernt mehr auf mich und meinen Körper zu hören und das mache ich auch. Meine persönlichen Anzeichen kenne ich mittlerweile sehr gut und kann diese auch richtig deuten. Dazu werde ich allerdings nochmal einen gesonderten Beitrag posten, da dies hier sonst den Umfang sprengt ;o)

Hier nun meine 5 Dinge, die mir gut tun:

  1. Kaffee schnappen, auf die Couch und zack, Fernseher anmachen und in diversen Serien abtauchen, oder mal einen schönen Film angucken. Ganz allein.
  2. Mit einer sehr guten Freundin treffen, ausquatschen und einfach mal ICH sein können.
  3. Schreiben. Klingt komisch, is‘ aber so! ;o) Wenn mein Kopf zu voll ist, hau ich in die Tasten. Allerdings gehe ich mittlerweile viel kritischer mit meinen Texten um und veröffentliche nicht alles hier auf meinem Blog. Ich gönne mir die Freiheit ohne Zeitdruck, Texte posten zu können. DAS befreit mich sehr!
  4. Wenn ich merke, dass mein Akku leer ist vom Tag und ich aber zu hause mit den Kindern hocke, dann führe ich die Medienzeit ein ;o) Zack bekommen die Kids für eine Stunde das Tablet oder gucken einen Film, während ich mir tatsächlich die Zeit gönne und mich dann ins Bett haue. Schlaf bringt mir an bestimmten Tagen wirklich viel Energie zurück!
  5.  Essen gehen. Ich liebe es irgendwo essen zu gehen. Ob mit meinem Mann, oder mit Freundinnen, Hauptsache raus, kein Haushalt, kein gar nichts, einfach nur betüddeln lassen und leckeres Essen genießen.

 

Jeder wie er es mag und kann.

Für den einen mögen meine 5 Dinge banal klingen, für den anderen sind vielleicht einige Dinge mit dabei, die ihm ebenso den Akku aufladen lassen. Jeder ist halt anders und doch haben wir eines gemeinsam: Wir brauchen Zeit für uns. Das hat übrigens nichts mit Egoismus zu tun, auch wenn es immer mal wieder aus einigen Ecken hinausgebrüllt wird.

Niemand darf sich selbst vergessen, nur damit es anderen besser geht.

 

In diesem Sinne… denkt an euch!

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Der Weg aus dem Burnout – Teil 1

  • 22. Januar 2018 um 18:37
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    Vielen Dank für diesen Beitrag! Essen gehe ich auch sehr gern und habe auch kein schlechtes Gewissen mehr, wenn die Kinder mal mit dem Tablett beschäftigt sind! Ich freu mich schon auf Teil 2.
    Liebe Grüße, Natalia

    Antwort
  • 14. Mai 2018 um 8:04
    Permalink

    schöner Beitrag, vielen Dank!

    als Vater von drei Kindern hatte ich auch das Problem. Leider ging meine Phase ganze drei Jahre und etwas länger, bis ich endlich gemerkt hatte was los war und wie ich es langsam aber schwer einstellen konnte.
    Ich muss sagen, das leider nur eine Therapie und Medikamente über zwei Jahre lang geholfen haben. Mittlerweile bin ich von den Tabletten los und auch die Therapie ist seit einem halben Jahr beendet. Es fällt mir noch schwer loszulassen und die Fliege an der Wand einfach sitzen zu lassen aber von Tag zu Tag geht es ein wenig besser. Die Kinder lass ich nun auch mal TV sehen oder mit dem Handy spielen, nur um etwas Ruhe zu haben. Habe aber auch kein schlechtes Gewissen mehr dabei so wie früher!

    Viele Grüße und alles Gute

    Antwort
    • 14. Mai 2018 um 12:18
      Permalink

      Lieben Dank für deine Worte. Es freut mich zu lesen, dass es dir nun besser geht und du keine Medikamente mehr benötigst!
      Ich empfand die Therapie auch als sehr hilfreich für mich und würde es immer wieder machen!
      Danke dass du deine Geschichte hier teilst ❤
      Ich wünsche dir alles Gute!

      Antwort

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