Muddistyle

 

Die liebe Frida von 2kindchaos hat zur Blogparade gerufen. Ich liebe ja alle Beiträge die jeder werdenden Mutter da draußen die WAHRHEIT zeigen. Hinter jeder Latte Macchiato trinkenden, auf Lackschühchen stöckelnden und Markenkinderwagen schiebenden (möchte gern) Vorzeige Mutter steckt ein Mombie*.

*Mischung aus Zombie und Mutter

Es gibt diesen Moment.. bei den einen ist er nur winzig klein, bei den Anderen mittlerweile ein Dauerzustand.

Der Moment der ungeschminkten Wahrheit!

Ob ich mich damals gerne aufgedonnert habe??? Holla die Waldfee.. aber sicher. Ich pinselte mir einen Eyeliner Strich auf die Augen, da wäre Kleopatra vor Neid erblasst. Ohrringe und die passende Kette? Klar, dazu noch die neue Handtasche? Natürlich. In den richtig heißen Club-Zeiten bin ich teilweise Bauchfrei durch diverse Szene Discotheken getanzt. Ich war selten vor dem Sonnenaufgang zu Hause und habe es genossen einfach zu feiern. Ansonsten hab ich mich auch gern am Tage mit Freunden getroffen und war auch stehts unterwegs.

VS.

damals

NYX

Doch dann passierte es.

Ich lernte meinen Mann kennen… Der Verfall begann langsam. ;o)  Erst brauchte ich plötzlich eine Brille, dann nahm ich langsam etwas zu. Nicht extrem, aber die Hosen die mir zu der Kennenlernzeit passten, fingen an zu kneifen. Nach 3 Jahren bekamen wir dann bereits unsern Sohn. Ich nahm bei dieser Schwangerschaft 22kg zu. ZWEIUNDZWANZIG ! Zu Spitzenzeiten hatte ich so viel Wasser in den Beinen, das meine Füße nicht mal mehr in FlipFlops gepasst haben.

Käsefussbeweis A-001

Zum Glück verschwand dies relativ schnell nach der Geburt. Also das Wasser, meine Haare (!) und mein Sinn fürs Stylen verschwanden. Die Kilos blieben erstmal. Ich DSC_2519tauschte Blusen & co gegen Shirt und Jeans. Meine lange Wallawalla Mähne ließ ich zum wirklich kurzen Bob runter raspeln und vorerst lief ich im Pyjama durch die Bude. Die Story mit dem netten Lieferanten, dem ich mit entblößter Still-Titte die Tür aufmachte, erzählte ich euch ja bereits.

 

Monate später

Nach einigen Monaten ging es dann auch endlich wieder Bergauf und diesmal meine ich damit nicht die Gewichtskurve. Ich hatte fast mein Ideal Gewicht wieder erreicht und die Haare wuchsen auch grade nach, als ich erneut schwanger wurde. Bei dieser Schwangerschaft nahm ich zum Glück nicht ganz so viel zu und hatte auch keine großen Wasseransammlungen mehr. Somit blieben weitere Streifen aus. Naja, hätte ich noch mehr Streifen auf meiner Hüfte bekommen, hätte man auf mir auch Schiffe versenken spielen können.

IMG_0775

Verrückter Weise habe ich wirklich „nur“ an meiner Hüfte, nicht an meinem Bauch Streifen bekommen. Ein paar gabs allerdings auch noch an der Brust, aber das fällt kaum auf. Da ich schon immer eine sehr minimalistische Oberweite hatte, empfand ich meine Brüste nach den Schwangerschaften als deutlich kleiner. Noch kleiner als jemals zuvor. Kam mir das nur so vor? Hm. Ich bastelte mir ein Big-Barbie-Boobs Sparschweinchen, allerdings verwarf ich diese Idee ziemlich schnell. Denn bis ich so viel Geld gespart hätte, wäre bis dahin deutlich mehr zu restaurieren, als nur die Oberweite ;o) Lohnt sich also nicht.  Somit investiere ich das Geld doch lieber in zu große Pullis und versuche langsam aber sicher meine Büffelhüfte zu minimieren.

icke001

thats me

Nein, ich gehe nicht mit einem weißen Rock auf den Spielplatz. Ich bin die, die buddelnder Weise mit den Kids zusammen im Sand hockt. Ja, SO eine Muddi bin ich. In Jeans und Shirt halt.

 

Es wird… Langsam finde ich zurück. Jetzt müsste der Tag nur noch 40-60 Stunden haben und ich könnte es tatsächlich mal schaffen, nicht nur stiller Teilhaber des Fitnessstudios zu sein, sondern mich dort auch mal wirklich blicken lassen. Okay, dies steht ganz oben auf der To-Do-Liste seit 2013.
Letztens fragte mich – eine meiner kinderlosen Freundinnen – ob ich nicht mit ihr zum Sport gehen möchte. Sie hätte da „was ganz tolles“ entdeckt und garantierte mir ohne Ende Spaß, sofern ich denn meinen Sport BH mitbringen würde. Da klingelten plötzlich sämtliche Alarmglocken. Abgesehen davon, dass ich in meinem Leben noch nie einen Sport-BH brauchte, ahnte ich schon, worauf dies hinausführen soll:

Jumping Fitness

Am A die Räuber. Trampolin springen??? Ich??? Früher wäre ich für jeden Bockmist zu haben gewesen, aber jetzt, nach ZWEI Kindern funktionieren gewisse Dinge einfach nicht mehr so wie sie sollten. Da hilft auch kein Beckenbodentraining beim Wäsche bügeln mehr. Statt einem Sport BH bräuchte ich eine Inkontinenz Unterlage auf dem Trampolin und einen Auffangbehälter für meine Gebärmutter. Die wahrscheinlich spätestens beim zweiten Sprung  aus meinem Unterleib plumpsen würde.

Genug davon

Ich glaub ich höre auf. Ich möchte hier ja wirklich niemanden erschrecken, oder mit meinen Inkotinenzproblemen belästigen. Allerdings hätte ich noch so einiges zu erzählen… Schamesgrenze? Leute, ich bin tagsüber Arzthelferin in einer gastroenterologischen Arztpraxis. Ich kenne kein Schamgefühl ;o)

Soviel zum Vorher Nachher Vergleich. Ich hoffe ich habe Euch mit meiner Ehrlichkeit nicht zu sehr geschockt! Ich verspreche Euch, der nächste Artikel wird wieder ein Tick seriöser.. aber nur einen Tick.

 

Aller liebste Grüße,

Eure Sandy

 

 

14 Gedanken zu „Muddistyle

  • Januar 23, 2016 um 9:15
    Permalink

    Wuhuuu, geil geschrieben meine Liebe 🙂 Natürlich direkt geteilt. Wer so härrlisch ährlisch ist… Respekt 🙂 Dein Mann liebt dich bestimmt weil du so ne coole Muddi bist <3 GlG Frida

    Antwort
    • Januar 23, 2016 um 9:18
      Permalink

      …Oder wegen meiner erotischen Füße… Hehehehehe
      Danke meine Liebe 🙂

      Antwort
  • Januar 23, 2016 um 12:49
    Permalink

    Oh mein Gott – wenn man jetzt nicht wüsste, dass das alles du bist – wahnsinn, wie wandelbar du bist. Vor allem so im Vergleich zu deinem Autorenbild. Und wenn ich das sagen darf? Mir gefällt der kurze Bob genauso gut wie die lange Lockenmähne :). Schöner Beitrag – danke dafür.

    Antwort
    • Januar 23, 2016 um 14:06
      Permalink

      Danke 😉 und das waren noch nicht alle Frisuren die ich hatte hehehe
      Liebe Grüße,
      Sandy

      Antwort
    • Januar 23, 2016 um 18:53
      Permalink

      Danke, freut mich sehr 🙂

      Antwort
  • Januar 23, 2016 um 22:10
    Permalink

    Omg, sau-witzig geschrieben 😉 Ich hab hier gesessen und mich scheckig gelacht und öfter mal einfach nur genickt. Ja, so isses. Super Beitrag!

    Antwort
    • Januar 23, 2016 um 22:20
      Permalink

      Danke für die lieben Worte 😉

      Antwort
  • Pingback: Blogparade: This is my #muddistyle | junimama

  • Pingback: Who am I ? - Quirlimum

  • März 29, 2017 um 8:14
    Permalink

    Witzig, zum Thema Trampolinspringen hatte ich genau die gleichen Gedanken wie du 😉 Ich glaube, kinderlose Frauen können sich wirklich nicht da hinein versetzen.

    Ich versuche übrigens einmal die Woche Sport zu machen (VHS Kurs). Abends 20 Uhr, wenn die Kinder schlafen. Klappt aber auch bei weitem nicht jede Woche :-/ Aber ich finde es ganz gut, wenn man einen festen Termin hat, dann geht man eher hin, als wenn man quasi jederzeit ins Fitness-Studio gehen könnte und es letztlich dann doch nie macht.

    LG Michaela

    Antwort
  • März 29, 2017 um 17:53
    Permalink

    Sehr witzig und ehrlich! Ein Trampolin schau ich mir nach drei Kindern auch nur noch aus der Ferne an 😂
    LG
    Natalia

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.