Wie war es in der Schule?

Oder wie bekomme ich mehr Infos aus meinem Kind?

Ihr kennt es doch auch, oder? Die typischen Eltern-Kind Gespräche nach dem Kindergarten, Playdate, oder der Schule.

In der Regel bekommen wir auf die Frage „Wie war denn dein Tag?“ ein Schulternzucken und wenn es richtig gut läuft, kommt ein „ok“ hinterher gemurmelt. Doch je weiter wir fragen, desto wortkarger werden sie. Oft nur deswegen, weil ihr Tag halt wirklich ok war und sie selbst gar nicht wissen, was wir genau wissen wollen. Denn unsere Neugier, diese Elternneugier, deckt sich meist nicht, mit dem Erzähldrang der Kinder. Tja nun, wie kommen wir also an unsere Infos vom Kind? Okay, es gibt ja auch schon einige Ratgeber, die uns Eltern Tipps mit an die Hand geben, um eben genau solche Gespräche besser zu gestalten. 

Was wissen wir also bereits?

Wir sollen keine Ja/Nein Fragen stellen. Besser wir fragen, mit wem (!) sie gespielt haben, oder ob das Kind neben ihm beim Mittagessen das Gleiche auf dem Teller hatte. So kommen wir eher an unsere gewünschten Einblicke in deren Alltag.

Das sind natürlich wertvolle und gute Tipps, aus diesen Ratgebern, doch meist fällt es uns Erwachsenen deutlich schwerer diese dann auch in den akuten Situationen umzusetzen. Ich bin da das Beste Beispiel dafür. Ich gebe anderen Tipps und frag oft aus Reflex selbst „Und, wir war es heute?“, wenn ich nicht gerade unter Stilldemenz leide, fällt mir ziemlich schnell selbst auf, dass ich nun nicht groß was erwarten kann und schwupp poltern zwei, drei weitere – natürlich geschickt gestellte -Fragen aus mir raus und bringen… rein gar nichts.

Meine großen Kinder kennen mich bereits gut und lachen sich schlapp. „Boar Mama, eine Frage zur Zeit! Und hey, mein Schultag war wirklich einfach nur okay und es ist nichts aufregendes passiert!“ Hmpf, okay.

Andere Zeiten

Aber wisst ihr was? Es gab und gibt auch immer wieder andere Zeiten. Da merke ich dann deutlich, dass das „Ok“ eben nicht ok war. Uff. Gefühlschaos bei allen Beteiligten. Nur, wie sprechen wir dann darüber, ohne dass ich die Kinder unter Druck setze? 

www.doodleteacherblog.de

Ja richtig, jetzt kommen hier diese coolen Gefühlskarten in den Einsatz. Denn was in der Schule funktioniert, funktioniert auch hier zu Hause. Für kleine Kinder kann man einfach damit anfangen, dass sie einige Karten selbst beschreiben. 

„Was meinst du, fühlt das Kind auf dieser Karte?“ 

„Kennst du das Gefühl?“ 

und schwupp kommt man ins Gespräch, denn plötzlich fällt es dem Kind leichter ein Gefühl zu benennen, oder es mit seinem eigenen Gefühl in Verbindung zu bringen. Manchmal reicht das wirklich schon aus, um einen richtigen Gesprächswasserfall anzustoßen. Aus einem kleinen „Ok“ wird plötzlich ein „Als Frau XY mich ansprach und ich die richtige Antwort wusste, habe ich mich genauso stolz gefühlt, wie das Kind da auf der Karte! Und fröhlich war ich und aufgeregt auch irgendwie!“

Alles ok!

Natürlich wird es auch trotzdem immer wieder Momente geben, wo euer Kind mit „Ok“ antwortet und es dann auch einfach dabeibleibt. Das ist ja aber auch ok. Ja wirklich, auch wenn es uns neugierigen Erwachsenen schwerfällt, wo wir doch so gerne Mäuschen spielen würden im Kindergarten, oder in der Schule. 

Falls diese Karten nichts für euch sind, oder ihr noch weitere Anregungen braucht: Es gibt auch noch weitere Materialien hier, die euch helfen ins Gespräch mit euren Kindern zu kommen! Klickt euch einfach mal auf dem Blog von doodleteacher durch.

Viel Spaß und Erfolg bei euren Gesprächen!

Berichtet auch gerne mal, wie ihr sie einsetzt und was ihr dadurch schon für Gespräche hattet!

Eure Sandy

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